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Nachruf auf den Preisträger 2004 des Adalbert-Preises, Dr. Helmut Kohl

 


Bericht zur Einweihung des Denkmals der Adalbert-Stiftung

am 9. Juni 2017 in Berlin

Berlin hat einen neuen Ort der Erinnerung. An der Bernauer Straße, wo am 13. August 1961 die DDR damit begann, den Ostteil der Stadt und den gesamten Osten einzumauern, hat die Krefelder Adalbert-Stiftung am Wochenende ein Denkmal eingeweiht, das daran erinnert, welchen Beitrag die Adalbert-Länder/Visegrád-Staaten Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn am Fall dieser unseligen Mauer haben.

Das Denkmal steht unmittelbar gegenüber der Gedenkstätte Berliner Mauer, auf dem Grundstück des Lazarus-Hauses der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Geschaffen hat es der Krefelder Bildhauer Hans Joachim Albrecht, der u. a. als Professor erster Dekan des Fachbereiches Design der Hochschule Niederrhein war.

Die Skulptur zeigt eine „Kauernde, sich aufrichtend“ und vermittelt den Eindruck eines Menschen, der bei Abwehr, Kälte, Einsamkeit und Trauer sich verschließt aber bei Offenheit, Wärme, Geborgenheit und Freude sich ausstreckt.  „Die Kauernde“ richtet sich auf.

In einem Grußwort betonte die Kultur-Staatssekretärin der Bundesregierung, Dr. Monika Grütters, „die Adalbert-Stiftung habe in Zusammenarbeit mit den von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel ein wunderbares Beispiel dafür geschaffen, dass privat getragene Initiativen die Zeitgeschichte nicht nur aktiv begleiten, sondern auch neue Akzente der Erinnerungskultur setzen können“.

Der feierlichen Zeremonie wohnten unter anderen die in Berlin akkreditierten Botschafter Polens, Tschechiens, der Slowakei und Ungarn bei.

In einem international besetzten Kolloquium über das „Vermächtnis der Nationalen Runden Tische 1989 in den Adalbert-Ländern“ kam der Vorsitzende der Adalbert-Stiftung, Prof. Dr. Hans Süssmuth zu dem Ergebnis, dass „jedes unserer Länder einzigartig“ ist. Er warnte davor, die kleineren Länder, die ehemals auf der Ostseite des Eisernen Vorhangs lagen, in der „großen Politik“ von oben herab zu vernachlässigen.  „Wir dürfen nicht über sie, sondern müssen mit ihnen auf Augenhöhe über die Geschicke Europas sprechen.“

 



Imre Kónya

Internationaler Adalbert-Preis 2017
für Imre Kónya (Budapest)

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