Bericht_PD

Polen und Deutsche suchen Gemeinsames
Fast 20 Jahre sind vergangen, seit Deutschland und Polen am 17. Juni 1991 den Nachbarschaftsvertrag unterzeichneten. Darin verabredeten beide Länder eine gute und freundschaftliche Zusammenarbeit. Anlässlich dieses Jubiläums hatten die Adalbert-Stiftung, Krefeld, die Deutsch-Polnische Parlamentariergruppe des Landtages NRW und das Polnische Institut Düsseldorf Mittwochabend in die Villa Horion, Sitz des Lantagspräsidenten, geladen, um mit Experten über den Stand der deutsch-polnischen Beziehungen zu diskutieren. Es moderierte Matthias Beermann, Ressortleiter Außenpolitik der RP.

Der Abend war geprägt von den prominenten Podiumsgästen: Marek Prawda, Botschafter Polens in Deutschland, Hans Süssmuth, Vorstandsvorsitzender der Adalbert-Stiftung, und Basil Kerski, Chefredakteur des deutsch-polnischen Magazins „Dialog“. Die Experten diskutierten über das Polenbild der Deutschen, über gegenseitige Vorurteile und die Suche der Polen nach einer gemeinsamen Identität. „Das motiviert mich“, erwiderte Marek Prawda auf die These Beermanns, dass die Deutschen heutzutage nichts über die polnische Kultur wüssten. Dies sei eine „Chance, die alten Feindbilder durch neue Bilder zu ersetzen“. Hans Süssmuth beschrieb die Stereotype als Folge der „Beziehungsgeschichte zweier Staaten“. Diese hänge von vielen Kriterien ab, wie zum Beispiel historischen Ereignissen oder der wirtschaftlichen Entwicklung. Basil Kerski sprach von „Hausaufgaben“, die beide Länder zu machen hätten, um eine gemeinsame politische Kultur aufzubauen.

Insgesamt bewerteten die Experten Polen als Transformationsland. Nach der positiven wirtschaftlichen Entwicklung müsse nun eine Auseinandersetzung mit der eigenen Identität erfolgen.

Quelle: RP

 

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