Denkmal Mauerfall Berlin

Bericht zur Einweihung des Denkmals der Adalbert-Stiftung am 9. Juni 2017 in Berlin

Berlin hat einen neuen Ort der Erinnerung. An der Bernauer Straße, wo am 13. August 1961 die DDR damit begann, den Ostteil der Stadt und den gesamten Osten einzumauern, hat die Krefelder Adalbert-Stiftung am Wochenende ein Denkmal eingeweiht, das daran erinnert, welchen Beitrag die Adalbert-Länder/Visegrád-Staaten Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn am Fall dieser unseligen Mauer haben.

Das Denkmal steht unmittelbar gegenüber der Gedenkstätte Berliner Mauer, auf dem Grundstück des Lazarus-Hauses der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Geschaffen hat es der Krefelder Bildhauer Hans Joachim Albrecht, der u. a. als Professor erster Dekan des Fachbereiches Design der Hochschule Niederrhein war.

Die Skulptur zeigt eine „Kauernde, sich aufrichtend“ und vermittelt den Eindruck eines Menschen, der bei Abwehr, Kälte, Einsamkeit und Trauer sich verschließt aber bei Offenheit, Wärme, Geborgenheit und Freude sich ausstreckt.  „Die Kauernde“ richtet sich auf.

In einem Grußwort betonte die Kultur-Staatssekretärin der Bundesregierung, Dr. Monika Grütters, „die Adalbert-Stiftung habe in Zusammenarbeit mit den von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel ein wunderbares Beispiel dafür geschaffen, dass privat getragene Initiativen die Zeitgeschichte nicht nur aktiv begleiten, sondern auch neue Akzente der Erinnerungskultur setzen können“.

Der feierlichen Zeremonie wohnten unter anderen die in Berlin akkreditierten Botschafter Polens, Tschechiens, der Slowakei und Ungarn bei.

In einem international besetzten Kolloquium über das „Vermächtnis der Nationalen Runden Tische 1989 in den Adalbert-Ländern“ kam der Vorsitzende der Adalbert-Stiftung, Prof. Dr. Hans Süssmuth zu dem Ergebnis, dass „jedes unserer Länder einzigartig“ ist. Er warnte davor, die kleineren Länder, die ehemals auf der Ostseite des Eisernen Vorhangs lagen, in der „großen Politik“ von oben herab zu vernachlässigen.  „Wir dürfen nicht über sie, sondern müssen mit ihnen auf Augenhöhe über die Geschicke Europas sprechen.“

Die Pressemitteilung vom 2.6.2017 finden Sie hier

 



IMG_5980Denkmal für Berlin zur Würdigung der besonderen Beiträge der 
Adalbert-Länder Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn für den Berliner Mauerfall und die Wiedervereinigung Deutschlands

Krefeld, 06.02.2015 –Anlässlich des 25. Jahrestages des Mauerfalls und der Wiedervereinigung veranstaltete die Adalbert-Stiftung in Berlin – gemeinsam mit den Botschaftern von Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn – ein Internationales Kolloquium zum Thema „Impulse aus den Viségrad-Ländern für den Berliner Mauerfall und die deutsche Wiedervereinigung – Akteure berichten“ (siehe separate Presse-Info vom 2. Februar 2015.

In dieser Veranstaltung, die in der Ungarischen Botschaft stattfand, wurden viele persönliche Beziehungen zwischen Akteuren der Widerstandsbewegung in den Viségrad-Ländern und der DDR bekannt. Man bekam einen Einblick, wie die Akteure miteinander kommuniziert und sich gegenseitig beeinflusst haben.

Im Anschluss an das Kolloquium offerierte die Krefelder Adalbert-Stiftung der Stadt Berlin – in Abstimmung mit den Botschaftern der vier vorgenannten Adalbert-Länder – die Errichtung eines Denkmals zur nachhaltigen Würdigung und Herausstellung des besonderen Beitrags der Adalbert-Länder Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn für den Berliner Mauerfall und die Wiedervereinigung Deutschlands.

Der renommierte Krefelder Bildhauer Professor Hans-Joachim Albrecht hat dazu eine Stahl-Skulptur entwickelt, deren Modell und einige im Zusammenhang damit entstandene Skizzen den Teilnehmern und der Presse in Anwesenheit des Künstlers vorgestellt wurde. Die etwa 2 m hohe Stahlskulptur soll an einer geeigneten Stelle in Berlin errichtet werden.

Programm

Pressemitteilung zum Kolloquium

Pressemitteilung zum Denkmal

Ansprache von Dr. H. Dieter Gobbers

Werkliste aller ausgestellten Objekte

Homepage von Professor Albrecht