Nachruf Mazowiecki

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11. Verleihung des Adalbert-Preises an Ján Carnogursky (links), Laudator Tadeusz Mazowiecki, Warschau 2011

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Erste Verleihung des Adalbert-Preises an Tadeusz Mazowiecki, Prag 1995, (links im Bild Präsident Václav Havel)

 

Nachruf

Am 16. Juni 1995 wurde Tadeusz Mazowiecki auf der Prager Burg der erste Internationale Adalbert-Preis für Frieden, Freiheit und Zusammenarbeit in Europa verliehen. In Hochachtung vor seinem Lebenswerk schließen wir uns den Worten von Bundespräsident a.D. Richard von Weizsäcker an, der in seiner damaligen Laudatio auf den Adalbert-Preisträger sagte: „Seine Verbindung von Politik und Ethik, die Verantwortung für die Welt und die Treue zu den ethischen Grundlagen, das ist es, was ich an Tadeusz Mazowiecki immer bewundert habe.“

Tadeusz Mazowiecki selber formulierte den Sinn des von der Adalbert-Stiftung festgesetzten Preises damals so: „..es ist der Weg tausend Jahre später in den Fußstapfen der Heiligen, der unsere Nationen verbindet. Das ist die Öffnung der christlichen Wurzeln Europas gegenüber den Werten, die in ihnen, im Christentum und in großen humanistischen Traditionen enthalten sind. Ich wünsche uns allen, dass dieser Preis in demselben Geist unsere Bestrebungen vereinigt.“ Die Adalbert-Stiftung wollte mit dem Adalbert-Preis den großen Polen und Europäer ehren. Zugleich ist uns bewusst, dass es den Preis und die Stiftung ehrt, den Verstorbenen zu ihren Preisträgern zählen zu dürfen. In seiner Laudatio auf den Adalbert-Preisträger Dr. Ján Čarnogurský im Jahr 2011 in Warschau beschrieb er den Heiligen Adalbert als „einen Pionier der europäischen Vereinigung durch friedliche Beziehungen, durch Zivilisationsaufbau und nicht durch Eroberung oder Unterwerfung.“ Darin ist uns der Verstorbene das, was Richard von Weizsäcker in Prag über ihn sagte: „Er ist ein Lehrer von uns, ein Erzieher voller Menschenfreundlichkeit. Und so haben wir miteinander allen Grund, im Zeichen des Heiligen Adalbert Tadeusz Mazowiecki für seine Treue und Unbeugsamkeit zu danken.“ Die Stiftung ist dankbar dafür, dass das langjährige Wirken von Tadeusz Mazowiecki sehr zur Annäherung der Menschen in Polen und Deutschland beigetragen hat.   Zurück